IHK Berlin – IMMS-Event am 20. Mai 2026

📣 Tach Berlin! 📣
Ihr wollt eure eigene Chefin, euer eigener Vorgesetzter werden?

Hol dir DIE Insights von Jungunternehmer:innen!

Die geben euch den vollen Durchblick über Gründung, Übernahme und Selbstständigkeit. Und das Beste: Ihr könnt reinschauen, wann immer es für euch passt. Schickt den Link auch gern weiter an eure Freund:innen, die auch Bock auf neue Berufs-Ideen haben.

Das sind die teilnehmenden Unternehmer:innen!

Munay Zamorano

Munay Zamorano hat mit 23 Jahren das Unternehmen übernommen, in dem sie vorher Werkstudentin war. So wurde sie Unternehmensnachfolgerin in einem Beauty-Großhandel, den sie später wieder verkaufte. Danach gründetet sie die Female Founder Academy und setzt sich für unternehmerische Bildung ein.

Johannes Vollbehr

Johannes ist CEO & Mitgründer der PROSUMIO Learning UG, die KI gestützte Learning-Hub-Lösungen für berufsbildende Orientierung & Ausbildung entwickelt. Seine Expertise liegt in der strategischen Entwicklung technologiegestützter, beruflicher Bildungskonzepte & in der Kooperation mit Projektpartner:innen.

Torben Hammes

Torben Hammes ist Geschäftsführer der 3DT, einem Berliner Technologieunternehmen für digitale Lösungen in den Bereichen Web, App, Design und Cloud. Seine Expertise liegt in der digitalen Transformation, IT-Strategie und der Entwicklung nutzerzentrierter Softwarelösungen. Darüber hinaus engagiert er sich für unternehmerische Bildung und digitale Innovation in Berlin.

Die Antworten auf EURE Fragen

Vielen Dank für eure Fragen und Nachrichten im Chat! 💛

Bei weiteren Fragen könnt ihr euch jederzeit bei Nuria melden:
Nuria Rocabert Aragones
030 31510-714
imms@berlin.ihk.de


Hier alle Antworten von uns sowie den Unternehmer:innen. 

Torben (3DT)

Ja, definitiv. Ich glaube sogar, dass sich vieles mit der Zeit entwickelt. Außerdem hat fast jeder Mensch sowohl introvertierte als auch extrovertierte Anteile. Wie du dich verhältst, hängt oft stark von der Situation ab.

Wenn du gründest, und eine Idee verfolgst, die dir wirklich wichtig ist, wächst du automatisch in neue Rollen hinein. Privat verhalte ich mich zum Beispiel auch etwas anders al im Unternehmenskontext, mit Mitarbeitern oder auf Veranstaltungen. Ich bin dadurch natürlich kein anderer Mensch, aber merke schon, dass ich je nach Situation andere Seiten von mir zeige. 

Du kannst das auch einfach ausprobieren: Wie fühlt es sich an, über eine eigene Idee zu sprechen? Wie verhältst du dich, wenn du Verantwortung übernimmst? Was fällt dir leichter, als du vorher gedacht hättest? Vieles lernst du erst, wenn du es wirklich machst. 

Wenn du ein Team gründest, kannst du deine Stärken und Schwächen außerdem gut ausbalancieren. Du musst nicht alles selbst perfekt können. Mit Mitgründer kannst du Aufgaben so verteilen, dass jede Person ihre eigenen Stärken einbringt. 

Munay (FFA)

Na klar! Mein Tipp: tu dich mit einer Person zusammen, die gut laut sein kann und die Idee in die Welt rausträgt. Bei einer Neugründung ist es wichtig, ständig darüber zu sprechen und die Welt davon zu überzeugen Diesen Skill brauchst du im Team! 

Torben (3DT)

Ich hatte schon wahnsinnig viele Ideen. Ich wollte tatsächlich mal eine Brauerei aufmachen oder ein eigenes Magazin erstellen. Die eine verrückteste Idee habe ich gar nicht unbedingt parat, aber mir sind auf jeden Fall schon sehr viele Ideen begegnet – manche realistischer, manche weniger realistisch. 

Ich glaube aber, dass genau das dazugehört. Du darfst erstmal viele Ideen haben, auch wenn nicht jede davon umgesetzt wird. Später kannst du immer noch prüfen, was wirklich sinnvoll, machbar und langfristig interessant ist. 

Munay (FFA)

Ein Unternehmen zu kaufen als ich 23 Jahre alt war!

Torben (3DT)

Nein, ich glaube nicht, dass du in der Schule überall gut gewesen sein musst. Bei mir war es so, dass ich in manchen Fächern sehr gut war – vor allem in denen, die mich interessiert haben. In den Fächern, die mich weniger interessiert haben, waren meine Leistungen auch nicht immer die besten. Ich bin also schon immer stark nach Interesse gegangen. 

Ich glaube das Wichtigste ist, dass du deine Idee verfolgst, daran Spaß hast und bereit bist, dich in neue Themen einzuarbeiten. Ein paar Grundlagen sind natürlich hilfreich, zum Beispiel verständlich schreiben zu können. Aber selbst wenn du irgendwo Schwächen hast, heißt das nicht, dass du nicht gründen kannst. Heute gibt es viele Tools und Möglichkeiten, die dich unterstützen können. 

Du musst dich kümmern, dranbleiben und dir aktiv Hilfe suchen, wenn du sie brauchst. Wenn du zum Beispiel bei Rechtschreibung, Zahlen, Organisation oder einem anderen Thema nicht so stark bist, ist das kein Ausschlusskriterium. Es bedeutet nur, dass du Wege finden solltest, gut damit umzugehen. 

Munay (FFA) 

Unternehmertum braucht ganz andere Skills als Schule. Du solltest dich nicht vom Unternehmertum abhalten lassen, nur weil Schule schwer für dich war. Ich musste allerdings als Unternehmerin für die Warenkalkulation mein altes Mathebuch nochmal rausholen und ein bisschen was nachholen ...

Torben (3DT)

Am meisten Spaß macht mir einerseits die Zusammenarbeit mit Kolleg:innen im Team. Ich mag es sehr, gemeinsam an Dingen zu arbeiten, Ideen weiterzuentwickeln und zu sehen, wie aus ersten Gedanken echte Projekte werden. 

Außerdem liebe ich es zu gestalten. Damit meine ich nicht nur Design oder Programmierung, sondern Gestaltung im größeren Sinne: gemeinsam mit Kund:innen herauszufinden, was sie eigentlichen brauchen, welche Produktidee dahintersteckt und wie daraus ein sinnvolles Projekt werden kann Das kann ein Server-Thema sein, ein digitales Produkt, eine Website, eine App oder ein interner Prozess. 

Mir macht es Spaß, as einem Bedarf oder einer ersten Idee etwas Konkretes zu formen: erst das Konzept, dann vielleicht ein visuelles Design und später die technische Umsetzung. Dieses gemeinsame Kreieren, Formen und Schaffen ist für mich einer der schönsten Teile meiner Arbeit. 

Munay (FFA)

Ich liebe es, als Unternehmerin Entscheidungsfreiheit zu haben. Das macht mich richtig happy! 

Torben (3DT)

Ich habe selbst noch keinen Millionenexit gemacht Und ich glaube auch nicht, dass du gründen solltest, nur um reich zu werden oder möglichst schnell einen Millionenexit zu erreichen. 

Wenn du so einen Exit anstrebst, brauchst du häufig Investoren oder zumindest sehr stark Wachstum ausgerichtet sein. Das bringt oft andere Anforderungen mit sich. Es kann Druck entstehen, bestimmte Ziele erreichen zu müssen und dadurch kann auch ein Stück Freiheit verloren gehen. Deshalb solltest du dich ehrlich fragen: Will ich das überhaupt? 

Ich persönlich möchte nicht unbedingt ein Unternehmen nur mit dem Ziel aufbauen, es irgendwann möglichst teuer zu verkaufen. Mir ist wichtiger, etwas zu schaffen, das langfristig einen positiven Eindruck hinterlässt. Außerdem ist mir wichtig, dass es meinen Kolleg:innen gut geht, dass ich selbst gut davon leben kann und dass mir die Arbeit Spaß macht. 

Geld ist natürlich wichtig, weil ein Unternehmen wirtschaftlich funktionieren muss. Aber für mich ist Geld eher ein Mittel zum Zweck – auch privat – und nicht das eigentliche Hauptziel. 

Mein Rat wäre daher: Fang nicht mit der Frage an, wie du schnell einen Millionenexit machen kannst. Fang lieber mit der Frage an, welches Problem du lösen möchtest, für wen du etwas verbessern kannst und woran du wirklich Interesse hast. Wenn darauf ein starkes Unternehm entsteht, kann es irgendwann auch finanziell sehr erfolgreich werden. Der bessere Startpunkt ist aus meiner Sicht aber immer echter Mehrwert. 

Munay (FFA) 

Indem du nicht den ganzen Tag vom Millionenexit träumst, sondern heute mit winzigen Schritten anfängst, etwas aufzubauen.

Munay (FFA)

Nachdem ich ein Mal Unternehmerin war, kann ich mir nie wieder etwas anderes vorstellen. Unternehmertum macht mir unglaublich Spaß, ich würde diesen Weg jederzeit wieder gehen. Ob ich da durch Gründung oder Unternehmensnachfolge hinkomme ist für mich zweitrangig